PIIP – Prävention und Intervention durch Interkulturelle Pädagogik – versteht sich als Antwort auf die Zunahme von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Berlin. Zu diesem Zweck errichten wir ein unterstützendes Kompetenzzentrum.
Die Ursachen dieser Entwicklung lassen sich nicht allein auf die sogenannte Flüchtlingskrise reduzieren, sondern werden durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt, die eine bessere Einbindung der migrantischen Expertise und der Stärkung der interkulturellen Kompetenzen in das zivilgesellschaftliche Engagement erforderlich machen. Die Umsetzung des Projekts beinhaltet: Sichtbarmachung von Alltagsdiskriminierung, Förderung von Zivilcourage, Empowerment von Rassismus-Opfern, Stärkung der interkulturellen Kompetenz von Pädagogen.

Hierfür erfolgt der Aufbau eines Anti-Diskriminierungs-Netzwerkes und eines „Kompetenzzentrums Anti-Diskriminierung“, das als Nachbarschaftstreffpunkt und Vernetzungsinstrument folgende Angebote bereitstellt: Fortbildungsveranstaltungen, Förderung interkultureller Kompetenzen, Organisation von Fachtagungen, praktische Trainings zur Stärkung von Zivilcourage, Opferberatung, Aufklärungsarbeit. Das Kompetenzzentrum dient zusätzlich als Anlaufstelle für das Register Berlin, um die Sichtbarmachung von Alltagsrassismus zu erhöhen. Im weiteren Projektverlauf erfolgt die Entwicklung eines Methoden-Handbuchs für die diversitätsbewusste, antirassistischeJugendarbeit. Außerdem wird eine App entwickelt, die über reine Notfall Funktionen auch zeitnah aktualisierte Informationen zum Themenfeld Antidiskriminierung bereitstellen soll.